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Karneval am Rhein

Veröffentlicht am: 26.11.2012 von stadtplan.net

» Kultur

Die Karnevalshochburgen sind mit Sicherheit Köln, Düsseldorf und Mainz. Allerdings wird auch in kleineren Städten, wie zum Beispiel Leverkusen, Karneval gefeiert.

In Köln nehmen die Feierlichkeiten in der Altstadt ihren Anfang. Hier wird der Karneval offiziell eröffnet und dauert bis zum Aschermittwoch des folgenden Jahres an. Diese Eröffnungsveranstaltung wird traditionell von tausenden Menschen besucht.

Ab dem 11.11 gibt es in jeder dieser "Karnevalshochburgen" die sogenannten Sitzungen. Eine allgemeine Pflicht ist das Verkleiden. Ohne die traditionellen Kostüme kommt man nicht in die Hallen oder Säle. Die Teilnehmer dieser "Sitzungen" oder die Karnevalfans im allgemeinen, nennen sich Jecken oder Narren.
Jede Sitzung hat ihr eigenes Programm, dass aus Tanzaufführungen, Musikdarbietungen und Stand Up Comedy besteht, bei der meistens bestimmte Politiker, Bürgermeister, die Bürger aus gewissen rivalisierenden Städten oder auch die Jecken selbst "auf den Arm genommen werden".

Das eigentliche Highlight der fünften Jahreszeit sind die Tage zwischen "Weiberfastnacht", die findet am Donnerstag vor dem Aschermittwoch statt, und eben dem Aschermittwoch selbst. An jenem Donnerstag übernehmen die Frauen die Kontrolle, sie stürmen gern mal Ratshäuser und schneiden den Ratsherren die Krawatten und Schlipse ab und übernehmen so symbolisch die "Herrschaft" über die Stadt.
In Köln steht das Dreigestirn, bestehend aus dem Prinzen, dem Bauern und der Jungfrau, dann an der Spitze der Narren.
Um 11.11 Uhr wird an Weiberfastnacht auch der Straßenkarneval eröffnet und von diesem Zeitpunkt an vergnügen sich die Jecken in den zahlreichen Kneipen und Bars in der ganzen Stadt.
Ein weltbekannter Karnevalsumzug ist der "Rosenmontagszug" in Köln, der insgesamt über fünf Stunden andauert.

Es gibt zwischen den einzelnen Städten natürlich auch weitere kleine Unterschiede. Ein solcher "gravierender" Unterschied zwischen Köln und Düsseldorf, während des Karnevals, ist der sogenannte Narrenruf mit dem sich die Jecken begrüßen. In Köln wird "Kölle Alaaf" gerufen und in Düsseldorf "Helau". Kölle Alaaf bedeutet soviel wie "Es lebe Köln" und ist seit dem 19 Jahrhundert der Narrenruf in Köln. Wohingegen der Narrenruf "Helau" eine abgewandelte Form von Halleluja zu sein scheint oder sich zumindest von diesem Wort ableiten lässt.